Information
Bucha³ów - W³adys³awa Mo¿d¿eñ:
Wir sind hier am 8. September 1945 gekommen. Eigentlich sind wir zur Abfahrt aus unserer Heimat gezwungen worden. Es ist uns sehr schwer gefallen, daraus wegzufahren, weil es uns dort sehr gut gewesen ist. Die Reise hat drei Wochen gedauert, vom Juli bis zum 8. September. Es hat geregnet, wir sind in den offenen Wagen gefahren. Es ist uns sehr schwer gewesen, weil wir ins Blaue gefahren sind. Wir sind gefragt worden, ob wir nach Zielona Góra oder nach Jelenia Góra fahren wollen. Die Name "Zielona Gora" hat uns besser geschienen, weil grün schön ist. Ich bin hier mit meiner Mutter, mit meinem Mann und Sohn angekommen - ich bin Schwanger gewesen. Das Land ist zur Hälfte besetzt worden. Wir haben die Gebäude ausgewählt, damit uns dort ansiedeln. Es ist nicht bequem gewesen, es ist kein Wasser gewesen, wir haben den Brunnen gehabt. Nach Buchalów sind verschiedene Leute gekommen - aus Poznan, Warszawa - wir haben wirklich sehr gute Nachbarn gehabt. Wir leben hier schon 63 Jahre, mein Ehemann ist hier 33 Jahre Gemeindevorsteher gewesen. Die Gebäude, in denen wir wohnen, sind umgebaut. Ich sehne mich nach meiner Heimat. Es ist dort der Bruder von meinem Vater geblieben, andere sind schon gestorben. Es ist schwer davon wegzukommen. Die Deutschen sind auch im Jahre 1945 unglücklich gewesen, als sie diese Gebiete verlassen haben. Bis heute bin ich mit Ihnen im ständigen Kontakt. Ich habe Mitleid mit Ihnen, weil uns das gleiche Schicksal getroffen hat. Der Krieg hat viel verändert, es musste so sein.
Drzonów - Maria i Antoni Ko³³±tajowie:
Wir sind nach Drzonowo am 8. September 1945 aus der Gegend von Drohobycz angekommen. Wir haben eine Mitteilung bekommen, dass wir nach Westen fahren sollen, und nach drei Tagen sind wir gezwungen worden, auszuziehen. Wer hat gewollt, hat die russische Nationalität erlangt und könnte da bleiben. Die Menschen, die dort geblieben sind, wurden ermordet, vor allem die Jugendliche. Drei Wochen haben wir auf den Transport gewartet. Aus unserer Gegend sind sieben gewesen. Alles was wir gelassen haben, haben wir vor der Abfahrt aufgeschrieben. Es ist uns versprochen worden, dass wir diese Sachen wieder bekommen, aber es ist nicht so geschehen, wir haben Nichts bekommen. Unsere Reise hat drei Wochen gedauert. An Ort und Stelle hat uns bittere Armut getroffen. Es ist Nicht zum Essen gewesen. Niemand hat gedacht, dass wir hier für immer bleiben. Alle haben gehofft, dass wir in zwei oder drei Monaten zurückkehren werden. Leider, nach einem Jahr haben wir unsere Sachen ausgepackt. Am Anfang haben wir so gelebt, um zu überleben. Hier sind nur Sande gewesen, auf denen Nichts gewachsen ist. Als man die Kartoffeln angepflanzt hat, sind sie wie Erbse gewachsen. Nicht so, wie in unseren Heimatseiten. Wir haben nicht gewusst, wie man dieses Landgut führen soll, weil dort anders gewesen ist, fruchtbare Erde. Es ist uns schwer gewesen, sehr schwer. Unsere Kuh hat nicht im Kuhstall gestanden, sondern im Flur, im anderen Fall konnten sie gestohlen werden. Unsere Gebäude ist die Ruine gewesen, es ist kein Licht und keinen Offen gewesen. Drei Jahre lang haben wir das Haus mit dem Petroleum geleuchtet. Alles haben wir von Anfang an gebaut, so eine Ruine ist unseres Haus.
Grabowiec - Czes³aw Hoder:
Ich komme aus einem Land, das zwischen Czechowiec - Oswiecim - Bielsko-Biala liegt. Ich komme aus der Bergmannsfamilie. Als die Befreiung gefolgt hat, habe ich die Grundschule und dann die Bergmannsschule besucht. Folgend habe ich die pädagogische Schule beendet, und so ist es gewesen. Dann habe ich den Arbeitsbefehl bekommen, und habe in dem Oswiecimlandkreis gearbeitet. Ich habe beschlossen, nach Westen zu fahren, weil hier in Nietkowice die Familie meiner Ehefrau gewohnt hat. Wir sind hier im Jahre 1958 gekommen. Mit den Wohnungen nach dem Krieg ist es schwer gewesen. Die Menschen haben keine Zäune um die Wohnungen gehabt, neue haben sie auch nicht gebaut, weil sie auf der Abfahrt gewartet haben. Sehr lange sind sie unsicher gewesen, ob sie hier wohnen werden. Diese Menschen, die aus Russland gekommen sind, haben die ganze Zeit gedacht, dass sie zu Heimat zurückkehren. Die Gebäude sind hier ungepflegt gewesen, niemand hat sie renoviert. Das Haus, in dem ich grade wohne, ist eine alte deutsche Schule, so genannte Einzelklasseschule - eine Klasse und ein Lehrer.
Ko¼la - Witold Olejarz:
Ich bin in Dzwinogród (Podole) geboren. Nach Ankommen der Sowjetarmee auf diese Gebiete und nachdem der Jalta-Vertrag in Kraft getreten ist, sind wir gezwungen gewesen, auf die zurückgenommene Gebiete zurückzukehren. Man hat auf den Zug gewartet, der ohne den Boden gewesen ist. Nach Westen sind wir über Monat im Winter gefahren. Wir sind über Lwów, Oswiecim, Przemysl bis nach Nowogród Bobrzanski gefahren. Man könnte beliebig aussteigen, wo der Zug angehalten ist. Nach Kozla bin ich mit meinen Eltern und mit meinem Großvater am 6. Dezember 1945 angekommen, also am Nikolaustag. Jeder hat mit sich die Vorräte gehabt, auf dem Feld sind noch nicht die Kartoffeln ausgegraben worden, in manchen Kellern sind die Vorräte gewesen, die die Deutschen gesammelt haben. Man hat die Wohnung suchen müssen. Anfangs ist unsere Suche langsam gewesen, weil wir gedacht haben, dass wir hier ein halbes Monat oder ein halbes Jahr bleiben werden, und dann kehren wir nach Heimat zurück.
Die polnischen Leute, die diese Häuser bezogen haben, haben die rot-weiße Fahnen bei dem Schornstein ausgehängt. Zusammen mit meinen Eltern haben wir das Anwesen Nr. 97 bezogen. An einer Seite haben wir gewohnt, an anderer die deutschen Besitzern: Ehefrau des Besitzers, ihre Mutter und zwei Töchter. Im Zusammenhang damit, dass die jungen Leute sehr schnell verschiedene Sprachen beherrschen, sind wir die Übersetzer zwischen den Eltern gewesen. Unsere Beziehungen mit den Deutschen sind korrekt gewesen. Im Frühling haben wir auf den Feldern gearbeitet. Es ist kein Pferd gewesen, deswegen haben wir die Kuh eingespannt, die gepflügt hat. Mein Vater hat gemeint, dass wenn wir eigentlich in einem Anwesen mit den Deutschen wohnen, müssen wir zusammen arbeiten und auch zusammen essen.
Als der Befehl gekommen ist, haben die Deutschen nur ein paar Stunden gehabt, zu packen, und dann abfahren.
Wir haben uns in der Übereinstimmung getrennt, ein Mensch dem Anderen hat keinen Schaden angetan. Ein Beweis dazu kann das Besuch einer von der Töchter der deutschen Landwirtin sein. Der Empfang ist sehr freundlich und herzlich gewesen.
Letnica - Andrzej Janion:
Ich bin in Janów Podlaski im Jahre 1938 geboren, also ein Jahr vor dem Kriegsausbruch. Die ganze Familie hat Militärherkunft gehabt. Als der Krieg zu Ende gewesen ist, hat mein Vater, als Legionär, 5-Hektaren Ackerland auf Polesie bekommen. Ich habe drei Okkupationen überlebt. Es sind die russischen Leute angekommen und haben unsere Gebiete besetzt. Dann sind die Deutschen angekommen und sind weiter bis bei Moskwa gegangen. Am Ende haben die Russen die Deutschen verjagt. Wir haben davon wegfahren müssen. Es sind uns die Waggone bereitgesttelt worden, alles was wir mitgebracht haben, ist genau aufgeschrieben worden. Man hat mit sich die Ziege mitbringen können, aber die Schweine und landwirtschaftliche Werkzeuge schon nicht.
Wir sind am 13. Mai 1945 weggefahren, nach Zielona Góra sind wir im Juli angekommen. Wir sind sehr lange gefahren. In Zielona Gora ist der Bahntransport gleich am Zaun an der Trauguttstraße angehalten. Wir haben das erste beste Haus bezogen. Aus Osten haben wir keine Werkzeuge mitgebracht, daswegen haben wir nach den deutschen Werkzeugen suchen müssen. Die so genannte Liquidierungskomission ist zu uns gekommen und hat alles aufgeschrieben, was wir zu Hause gesammelt haben (z. B. Hocker oder Stuhl). Man hat dafür viel Geld bezahlen müssen. Eigentlich haben wir für alles drei Mal bezahlt. In Letnica ist große Arbeitsbelastung gewesen. Als Kind habe ich Pilze sammeln müssen, dann ist man in die Schule gegangen und nach der Schule habe ich den Garten bepflanzt inzwischen die Ziege weidend. Als ich die fünfte Klasse besucht habe, habe ich an der Getreideernte teilgenommen, die Wiesen gemäht und Kartoffeln gesammelt. Die beiden Okkupationen sind schlecht gewesen, als ein Kind habe ich diese Situation sehr schwer erlebt. In Folge der Kriegshandlungen die die Deutschen angefangen haben, haben wir unsere Gebiete (auf denen wir geboren sind) verlassen müssen. Wir sind in diesem Sinne die Waisen.
¦widnica - Marianna W³odarczyk:
Ich bin am 24. März 1931 in Swidnica geboren und bin bis Heute hier geblieben. Ich habe hier zusammen mit den Deutschen den Kindergarten und Grundschule besucht. Sehr gut erinnere ich meine Kindheit, ich habe kein Unterschied zwischen den Deutschen und den Polen empfunden. Im Alter von 6 Jahre, im Jahre 1937 im September habe ich schon die katholische Schule besucht, während des Kriegs habe ich die evangelische Schule besucht. Wir haben sehr viele Beschaftigungen gehabt u. a. Sport, Handarbeiten. Im Sommer sind wir nach den deutschen Landgüter gegangen und haben Gesellschaftsarbeiten gemacht: wir haben Distel gezogen und Steine gesammelt. Wir haben alles kennengelernt.
Im Jahre 1941 sind die Polen mit Zwang von den Deutschen aus der Heimat abgefahren, und haben hier in Swidnica arbeiten müssen. Hier haben auch die Russen gearbeitet. Nach meiner Meinung haben die Deutschen in der Okkupation die anderen Menschen (die Polen, Russen) gut behandelt, nur in einem Haus haben die Russen Hunger gelitten und sind von den Deutschen erniedrigt worden.
Noch im Mai sind die Feldern in Swidnica von den Deutschen säen worden.
Als im Januar 1945 ist hier die russische Armee angekommen, hat man eigentlich kein Krieg empfunden, weil hier keine Schüsse und keine Explosionen gewesen sind und niemand ist gestorben.
Am 15. Februar 1945 um 12 Uhr haben die Deutschen die Fahne ausgehängt, die von der Kapitulation informiert hat.
Im April sind hier schon die ersten polnischen Familien angekommen, sie haben sich angesiedelt und die Häuser ausgewählt. Einer Nacht haben die Deutschen den Befehl bekommen, dass sie sich evakuieren müssen. Die Sammlung haben sie neben der Sw. Marcin Kirche gehabt und sind abgefahren. Die Deutschen haben gewusst, dass sie diese Gegend verlassen müssen. Manche zu Fuß, andere mit den Fahrrädern, noch andere auf den Wagen. Sie haben sich nach der Seite von Piaski durch Guben und Nysa begeben.
Nachdem sie abgefahren sind, habe ich nicht gewollt, die Schule zu besuchen. Ich habe die polnische Sprache nicht beherrscht, weil ich unter den Deutschen erwachsen bin. Eigentlich habe ich selbst polnische Sprache gelernt.
Bis heute habe ich die freundlichen Kontakte mit den Deutschen, die ihre Kindheit hier verbracht haben.
Gemeindevorsteher - Adam Jaskulski:
Die demokratische Entwicklung begann in Polen im Jahre 1990, nach den ersten demokratischen Wahlen. Die erste Legislaturperiode d. h. die Jahre 1990 - 1994, das war die Zeit von der praktischen Lehre und der Selbstverwaltung in unserer Gemeinde. Ich wurde für Gemeindevorsteher von Swidnica ausgewählt. Von dieser Zeit hat sich unsere Gemeinde sehr geändert, ausgebaut, aber vor uns stehen noch viele Aufgaben.
Sehr wichtig ist für mich Bildung und Erziehung. Wir haben die Schulen in der Gemeinde rationalisiert, gleichzeitig die Zahl der Unterrichte und Zahl der zusätzlichen Programme.
Wir haben die alte Schule renoviert und haben den Bau der neuen Schule in Slone beendet, auch die Grundschule in Kozla, welche die Kinder von 1 bis 3 Klasse besuchen.
Wir haben modernes Gymnasium in Swidnica gebaut.
Die Küche und Kantine bei der Schule in Swidnica können nach der Ausbau und Modernisierung die Mahlzeiten für die Kinder aus der ganzen Gemeinde vorbereiten.
Alle Schüler haben seine eigenen Schränkchen in der Schule. Die Jugendlichen benutzen einige Computerarbeitsräume in den fünf Schulen und in den zwei Gemeindegebäuden. Wir haben den Bau der neuen Turnhalle in Slone und in Swidnica vor.
Swidnica als eine aus den ersten in Polen, hat die Möglichkeit schnurloses Internet zu benutzen. Unsere Jugendlichen sind sehr gut vorbereitet in Hauptschulen zu lehren. Sie gelangen der besten Universitäten in Polen - in Krakow, Wroclaw, Poznan.
Die jungen Sportler bekommen die wichtigsten Preise in Akrobatik, im Radsport, in Fechtkunst und in anderen Sportarten. Dass alles ist nicht zufällig, das ist so genannter Frucht der konsequenten Politik und der Mühe von den Pädagogen.
Die Zeit 1990-1994 und seit 1994 ist auch die Zeit der Ausbau von der technischen Infrastruktur. Heute hat fast jeder ein Telefon zu Hause. Jetzt können fast 40% Menschen in der Gemeinde Erdgas benutzen. Es wurde Wasserleitungsnetz in Swidnica, Letnica, Lipno, Grabowiec, Drzonów, Radomia, Orzewo gebaut oder renoviert. Es wurden auch zwei Abflussreinigungsanlagen in Swidnica und Drzonów gebaut. Das Kanalisationsnetz funktioniert in Swidnica, Wilkanów, Drzonów, Radomia und Orzewo. Es wird in diesem Jahr der Ausbau der Wasserleitung und Kanalisation in Buchalów und Slone beginnen. Zurzeit hat fast 55% der Gemeinde die Kanalisation, am Ende des Jahres 2008 wird fast 70% sie besitzen.
Wir haben viele neue Wege gebaut, auch mit der Unterstützung der EU. Es entstand viele neue Häuser, die im System der schönen Siedlung gebaut wurden.
Wir haben alte Kulturräume und Saale renoviert und ausgebaut, in Radomia schöne und moderne Treffenssaal gebaut. Alle Orte in unserer Gemeinde haben schon das System der Abfallstoffsausfuhr organisiert, auf dem Gemeindegebiet gibt's nicht mehr irgendwelche Mühlkippe.
Swidnicagemeinde entwickelt sich sehr dynamisch in allen Bereichen, auch im Bereich der Nachbarnkontakte mit den Deutschen. Diese Zusammenarbeit dauert schon ein Paar Jahre. Hervorragend dienen hier die Projekte, die unsere Schuljugend in der Zusammenarbeit mit der deutschen Jugend realisiert. Das freut sehr, das kundigt sehr viel an. Man kann der deutschen und polnischen Jugend dieser Zusammenarbeit ehrlich gratulieren.
Die Ausführenden des Projekts ist eine Gruppe von 20 Schülern des Gymnasiums in ¦widnica, die gleichzeitig die Teilnehmer des europäischen Schulklubs EUROPEK sind. Die Betreuerinnen dieser Gruppe sind Józefa Rebelska und Joanna Jamroziak.
Projekt soll der Beweis dazu sein, dass trotz der Kriegsfolgen und der verschiedenen Schicksale der Menschen, die Grenzgebiete bewohnen, ist die Zusammenarbeit, Freundschaft und Versöhnung möglich. Dank dem Projekt wird die Zusammenarbeit zwischen der ¦widnicagemeinde und der Stadt Seelow, zwischen den Schülern des Gymnasiums in ¦widnica und des Gymnasiums in Seelow, zwischen dem Militärmuseum in Drzonowo und dem Museum in Seelow geschafft. Ziel des Projekts ist such die Anknüpfung der freundschaftlichen Beziehungen von den Jugendlichen aus Polen und Deutschland und die Suche nach den gemeinsamen Bereichen im Rahmen der Zusammenarbeit. Die Realisierung der geplanten Projekttätigkeiten soll den Anstieg der Attraktivität von den beiden Gebieten verursachen und die Einwohner zu der Besichtigung der interessanten Orte und zu der Integration ermuntern. Der besondere Vorteil des Projekts ist die Verbesserung der Deutschkenntnisse der Schüler und das Kennenlernen durch die deutschen Jugendlichen der wichtigsten polnischen Wörter auf dem historischen Bereich
Die Betreuerinnen dieser Gruppe sind
Józefa Rebelska i Joanna Jamroziak
Koordinatorin des Projekts
Liliana Reimann



